Tipps vom Meister

Alte Flüssigkeitsflecken

Bild zeigt Volker Müden im Profil in Schwarzweiß
Textilreinigung-Meister Volker Müden

Manchmal werden Verschmutzungen erst nach der Reinigung sichtbar, da sie  vorher durch Pigmentschmutz verborgen waren. Diese Verschmutzungen, stammen oft von verschütteten Flüssigkeiten, die farblosen Zucker enthalten. Dieser Zucker blieb an den Fasern haften. 

 

Nach langer Zeit an der Luft verwandeln sich diese zuckerhaltigen Getränkeflecken in nicht mehr entfernbare bräunliche Flecken. Diese Verschmutzungen können wie bräunliche Verfärbungen aussehen aber oft bleiben sie aufgrund der angesammelten Allgemeinverschmutzung des Textils oder Teppichs unentdeckt. 

 

Einige Essens- und Getränkeflecken werden durch den Trocknungs-Prozess nach einer Textilreinigung oder der Teppichwäsche unvermeidlich noch dunkler. Andere Flecken können durch die Durchnässung mit Wasser und das damit verbundene Anlösen von Schmutzsubstanzen die zu einer Verbräunung führen, entstehen. Gleiches gilt für flüchtige Farbstoffe die sich vom Textil oder dem Teppich selbst lösen. Da die Fasern wie Dochte wirken, steigt die Feuchtigkeit an die Oberfläche um zu verdunsten, und die Verfärbung bleibt zurück. 

 

Verbraucher, die versuchen Flecken durch den Einsatz von falschen Reinigungsmitteln und Verfahren zu entfernen, machen die Fleckstellen nur noch sichtbarer. Unsere Textilreinigung wie auch unsere Teppichreinigung wendet spezielle Reinigungs- und Fleckentfernungs-Behandlungen an um das Aussehen von vergessenen Getränkeflecken wie Cola, Kaffee, Tee, Bier, Wein, Limonaden und anderen zu verbessern. Aber auch mit den besten Verfahren können einige Farbreste oder Flecken von karamellisiertem Zucker zurück bleiben. 

 

Um sicher zu gehen, dass eventuell noch vorhandene Flecksubstanz nicht altern und damit unentfernbar wird, das Reinigungsgut schnellstmöglich durch einen Fachbetrieb reinigen lassen, um die restlichen Substanzen zu entfernen.

QUELLE: ASCR International, Aufgearbeitet von Müden Reinigung GmbH, Volker Müden

 

Farbveränderung

Farbstoffe sind chemische Substanzen, die an die Fasern angelagert werden um sie einzufärben. Bisweilen reagieren diese Farbstoffe mit Chemikalien oder Gasen und verändern dadurch die sichtbare Farbe. Verschlechterung durch Rauchgase (fume fading).

 

Darunter versteht man die Reaktion von gasförmigen Schmutzstoffen (Stickoxide und Schwefeloxide) mit den Farbstoffen. Dabei handelt es sich um eine allmähliche Veränderung, die durch Sonnenlicht, Wärme hohe Luftfeuchtigkeit und das Vorhanden sein von Säuren auf den Fasern beschleunigt wird. Die häufigsten Farbveränderungen sind von blau zu pink, von grün zu gelb und von braun zu rot. Die Veränderungen beginnen gewöhnlich an den Spitzen der Faserbüsche und setzten sich im Laufe der Zeit bis zum Teppichgrund fort. 

 

Verschlechterung durch Ozongas 

(ozone fading), wird durch das Ozon in der Atmosphäre verursacht. Diese Erscheinung wird ebenfalls durch hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze beschleunigt. Ozon tritt verstärkt in der Nähe von elektrischen Geräten, fluoreszierenden Lichtquellen und während Gewittern auf. Es entsteht darüber hinaus durch eine Reaktion zwischen Licht und Schmutzpartikeln in der Luft. Fasern die durch Ozonschädigung betroffen sind, werden heller bis weiß oder die Farbe schlägt wie bei der Schädigung durch Rauchgase um. Manche Teppichfasern sind mit „Indikator Färbung“ gefärbt. Die Färbungen sind entweder gegen Säuren oder Basen empfindlich. 

 

Eine alkalisch ­ empfindliche Färbung

verändert die Farbe wenn sie Ammoniak oder einem Reinigungsmittel mit sehr hohem pH Wert ausgesetzt wird. Die Farbe kann oft wieder mit verdünnter Essigsäure (weißem Essig) zurückgeholt werden. Eine säure ­ empfindliche Färbung verändert ihre Farbe wenn weißer Essig oder andere milde Säuren (niedrigem pH Wert) zum Putzen verwendet werden. Die ursprüngliche Farbe kann oft wieder durch verdünnten Ammoniak wieder hergestellt werden.

 

Diese Farbveränderungen

müssen nicht dauerhaft sein und können oft umgekehrt werden. Andere Farbveränderungen, verursacht durch starke Chemikalien (konzentrierte Säuren und Basen oder andere reaktive Substanzen) sind keine Folge des „Indikator“-Effekts und sind praktisch nicht umkehrbar. Farbveränderungen die nach einer Teppichreinigung sichtbar werden, werden häufig fälschlicherweise dem Reiniger oder dem Reinigungsprozess angelastet. In den meisten Fällen sind die Farbveränderungen eine Folge der Zeit ­ die Alterung von Färbungen und Fasern. Die Reinigung offenbart die wahre Farbe durch die Entfernung von Schutz und gelöster Farbstoffe.

QUELLE: ASCR International, Aufgearbeitet von Müden Reinigung GmbH, Volker Müden

Urin und Kot von Haustieren

Vernachlässigte Verschmutzungen durch Haustiere sind ein Problem

seit Mensch und Tier in einer Partnerschaft zusammen leben. 

 

Urin

Es gibt zwei Reaktoren zwischen Chemikalien im Tierurin und denen in Färbungen und Fasern von Heimtextilien. Die erste Art von Reaktion ist sofort erkennbar. Einige Farbstoffe ändern die Farbe, sobald der Urin mit ihnen in Kontakt kommt. Oft kann die ursprüngliche Farbe wiederhergestellt werden, in dem unverzüglich eine Ammoniak Lösung (Salmiakgeist) aufgetragen wird. 

 

Die zweite Art von Reaktion 

entwickelt sich langsam über mehrere Tage bis Monate und kann eine dauerhafte Veränderung der Färbung und Fasern zur Folge haben. Nicht nur die Färbung kann sich verändern sondern auch einige Faserarten können sich verändern, sie werden schwächer und letztlich durch gealterten Urin zerstört. Der sich zersetzende Urin kann auch einen deutlich wahrnehmbaren Geruch erzeugen. 

 

Nach einer Teppichreinigung 

sind die betroffenen Stellen oftmals auffälliger als vorher, da der jetzt saubere Teppich die Farbveränderung und die beschädigten Fasern hervor bringt.  Ferner kann die durch den Urin geschwächte Färbung während der Teppichreinigung weggewaschen werden oder ausbluten. 

 

Kot

Haustierkot kann normalerweise leichter behandelt werden als Urin. Kompakte Stücke können schnell mit einem Plastikbeutel entfernt werden. Die Teppichoberfläche sollte dann mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel gereinigt werden und anschließend trocken getupft werden. Spülen Sie die Stelle
mit Wasser und tupfen Sie sie erneut trocken. 

 

Getrockneter Urin 

riecht nach starken Ammoniak wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist oder wenn der Fleck wieder nass wird. Kot und Urin können schädliche Bakterien enthalten. Ein Fleck der an der Teppichoberseite klein erscheint ist oft auf der Teppichunterseite viel größer. Der Urin kann sowohl die Färbung als auch die Textilfasern wie oben beschrieben schädigen. Die Farbveränderung wird üblicherweise nicht erkannt bis der Teppich oder Polsterstoff gereinigt wurde. Der Schaden der durch gealterten Urin verursacht wurde kann durch Reinigen nicht behoben werden sondern erfordert eine aufwendige Restauration, möglicherweise eine Nachfärbung oder manchmal den Ersatz der betroffenen Stelle. 

 

Wir haben Methoden

die Verfärbungen zu reinigen, die Stellen zu desinfizieren und den Geruch zu reduzieren bzw. zu beseitigen. Es ist jedoch oft unmöglich, die ursprüngliche Erscheinung des Teppichs wiederherzustellen, der durch gealterten Tierurin beschädigt wurde.

QUELLE: ASCR International, Aufgearbeitet von Müden Reinigung GmbH, Volker Müden 

Textilfressende Insekten

Teppichkäfer und Kleidermotten sind nicht ausgerottet.

In den vergangenen Jahren waren textilienfressende Insekten allgegenwärtig,

entsprechend der großen Menge an Wollgeweben bei Bekleidungs- und Möbelstoffen. 

 

Die Beliebtheit und Verbreitung 

von synthetischen Fasern hat zu der falschen Annahme geführt, dass Insektenschäden der Vergangenheit angehören. Kleidermotten und Teppichkäfer können Proteinfasern wie Wolle, Seide oder andere Haarfasern verdauen, aber diese Insekten greifen auch synthetische Fasern an, wenn sie Proteine enthalten. 

 

Das bedeutet

dass Teppichböden, Teppiche, Vorhangstoffe und Polsterstoffe aus Nylon, Acryl, Polyester, Acetat und anderen synthetischen Stoffen beschädigt werden können, wenn diese Nahrungsmittelverschmutzungen, Blut, Urin, Schweiß oder andere Arten von nahrhaften Proteinen enthalten. 

 

Silberfische sind ebenfalls Textilschädlinge 

die Kohlenhydrate angreifen. Sie fressen Tapeten- und Bücherleim ebenso wie gestärkte Kleidung Termiten verzehren cellulosehaltige Stoffe einschließlich Holz und Teppichrücken sowie Garne aus Jute, Baumwolle und Leinen.

 

Der wirkungsvollste Weg

einen Befall zu verhindern und die Vermehrung zu hemmen ist, Textilien sauber zu halten. Flecken sollten umgehend entfernt werden. Teppichböden, Teppiche Vorhangstoffe, Polsterbezugsstoffe etc. sollten regelmäßig gebürstet und gesaugt werden, da Insekten üblicherweise keine sauberen Stoffe befallen. 

 

Die normale Reinigung der Heimtextilien 

reduziert die Gefahr eines Befalls, da dadurch die nahrhaften Bestandteile entfernt werden, die Insekten anziehen und fördern. Darüber hinaus werden Sporen, Eier und Larven entfernt, die sich zum Zeitpunkt der Reinigung im Gewebe befinden. Zusätzlich können die Textilien mit Substanzen ausgerüstet werden die Insekten abtöten oder davon abschrecken, das Heimtextil zu befallen. Wenn bereits ein Befall eingetreten ist, schalten Sie Ihren Fachbetrieb, die Müden Reinigung, ein um eine entspreche Behandlung durchzuführen und einen weiteren Schaden zu verhindern.

QUELLE: ASCR International, Aufgearbeitet von Müden Reinigung GmbH, Volker Müden