Tierische Naturfasern


Wolle:


Sie ist die wichtigste tierische Faser und wird vom lebenden Schaf durch Scheren gewonnen. Wolle ist sehr dehnbar und elastisch, da die einzelnen Wollfasern mehr oder weniger gekräuselt sind. Man unterscheidet sie nach den Schaf-Rassen: Merino, Crossbrett und Cheviot. Durch die Kräuselung schließen die einzelnen Fasern viel Luft ein. Daher haben wollene Textilien ein sehr gutes Wärmerückhaltevermögen und gute Trageeigenschaften. Wolle vom Merinoschaf ist mit der stärksten Kräuselung die Hochwertigste. Die Wollfaser kann verhältnismäßig viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es sich nass anfühlt.

Lamahaar, Kamelhaar, Kaninchenhaar (Angora), Ziegenhaar (Mohair, Kaschmir und Alpaka), Rosshaar:
Diese anderen Tierhaare haben ähnliche Eigenschaften wie die Wolle.


Seide:

Sie stammt von Raupen bestimmter Schmetterlingsarten, die ähnlich wie Spinnen, lange Fäden erspinnen. Die Raupe bildet mit dem von ihr produzierten Faden ein eiförmiges Gebilde, den Kokon. Er dient der Raupe zur Verpuppung und Umwandlung zum Schmetterling. Die Maulbeerseide stammt von gezüchteten Raupen des Maulbeerspinners. Sie ist sehr fein und glänzend. Die Wildseide oder Tussahseide stammt von Raupen eines wild lebenden Schmetterlings. Diese Seide ist weniger glänzend auch nicht so fein und glatt, sondern durch typische Unregelmäßigkeiten und Dicken gekennzeichnet.